Versicherungen:
Unterversichert oder überversichert?
Mittlerweile gibt es Versicherungen für die kuriosesten Dinge, wie zum Beispiel die Arbeitslosenversicherung oder Glasbruchversicherung. Besonders die Deutschen lieben es sich abzusichern und sind oft überversichert. Man ist zwar gegen so gut wie alles abgesichert, verliert aber auch viel Geld, das man besser anlegen hätte können. Schlimmer ist jedoch eine Unterversicherung: Nicht selten passiert es jedoch, dass Personen unterversichert sind. Dann droht schnell der finanzielle Ruin, wenn beispielsweise eine fehlende Haftpflichtversicherung einen Schaden nicht ausgleicht. Eine Privathaftpflicht ist eine der wichtigsten Versicherungen.
Stellt man einen Vergleich an, gegen was man sich alles versichern kann, könnte man tatsächlich jede Police unterschreiben. Grundsätzlich gilt aber sich die Frage zu stellen: „Was passiert finanziell, wenn...“. Der Sinn einer Versicherung ist es, sich vor einem finanziellen Ruin zu schützen. Beispielsweise bei einer Glasbruchversicherung ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass sie so oft zu Bruch geht, dass eine explizite Versicherung dafür notwendig wird. Meist lohnt es sich eher den Schaden aus eigener Tasche zu begleichen – Das ist günstiger als die jährlichen Versicherungsbeiträge. Viele Menschen fallen auch auf die Handyversicherung rein. Haben Sie sich mal gefragt, wie oft Sie Ihr Handy verlieren? Und selbst wenn, diese Versicherung wird überflüssig, wenn Sie eine Hausratversicherung besitzen. Sollte Ihr Handy beispielsweise auf einem Spanien Kurzurlaub entwendet werden, übernimmt das die Hausratversicherung.
Es lohnt sich also zu überprüfen, welche „großen“ Policen wie Hausrat, Haftpflicht etc. bereits kleinere Vorfälle wie Handyverlust abdecken, bevor man auf „kleine“ überflüssige Policen reinfällt.
Michael Kornobis
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