Versicherungen zur Absicherung von Risiken


Sinn einer Versicherung ist es, im Schadensfall das finanzielle Risiko des Versicherten zu tragen. Je nach persönlicher Lebenssituation macht die eine oder andere Versicherung mehr oder weniger Sinn. Zu den relativ günstigen Versicherungen, die jedoch im Schadensfall auch sehr hohe Kosten übernehmen, zählt die Private Haftpflichtversicherung. Sie sollte eigentlich jeder haben.

Einige Versicherungen sind gesetzlich vorgeschrieben, wie beispielsweise die Kfz-Versicherung. Beschädigt man fremde Sachen oder verletzt man Personen, kann die Schadenshöhe sehr schnell eine Höhe erreichen, die den finanziellen Ruin des Einzelnen verursachen kann. Aber auch Geschädigte werden somit geschützt, denn nicht jeder Unfallverursacher ist in der Lage, den entstandenen Schaden zu begleichen. Wer in der Bundesrepublik Deutschland ein Kraftfahrzeug anmelden möchte, muss den Abschluss einer Autoversicherung durch Vorlage einer so genannten Versicherungs-
bestätigung (früher Doppelkarte) nachweisen. Vorgeschrieben ist allerdings zwingend lediglich die KFZ-Haftpflichtversicherung.

Andere Formen der Autoversicherung, deren Abschluss jedoch jedem freigestellt ist, sind die Kaskoversicherung (hierbei unterscheidet man zwischen Teilkasko und Vollkasko), der Schutzbrief für In- und/oder Ausland, die Insassenunfallver- sicherung sowie die Verkehrsrechtsschutzversicherung. Für die Autoversicherung gibt es verschiedene Tarifmodelle, die sich zunächst nach Größe (Hubraum), Typ und Alter des Fahrzeuges richten. Durch persönliche Voraussetzungen kann man bestimmte Schadenfreiheitsrabatte erhalten - hier sind unfallfreies Fahren über Jahre, aber auch Faktoren wie Berufsgruppenzugehörigkeit, Geschlecht, Garagenfahrzeug und ähnliche Punkte für die Höhe des Nachlasses maßgebend.

Bei vielen Versicherungen lohnt es sich, ein Angebot verschiedener Anbieter einzuholen. Damit lässt sich gerade bei „teuren“ Versicherungen so mancher Euro sparen. Neben der Autoversicherung zählt auch die Private Krankenversicherung zu denjenigen, bei denen man Beitrag und Leistungsumfang der Anbieter vergleichen sollte.

Eine Private Krankenversicherung kann grundsätzlich jeder abschließen, wobei allerdings Arbeiter und Angestellte ein jährliches Mindesteinkommen erzielen müssen. Liegt das Einkommen unter dieser Bemessungsgrenze, erfolgt die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse. In den letzten Jahren sind jedoch die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen reduziert worden, so dass es durchaus Vorteile haben kann, sich privat abzusichern. Selbständige, Freiberufler, Beamte und Arbeitnehmer mit entsprechendem Einkommen können dies durch den Abschluss einer privaten Krankenversicherung tun. Wer weniger verdient, hat die Möglichkeit, neben der gesetzlichen Krankenversicherung eine Private Krankenzusatzversicherung abzuschließen. Damit sind die Mehr-Kosten abgedeckt, die beispielsweise durch die Chefarztbehandlung im Einzelzimmer des Krankenhauses entstehen, wobei die gesetzliche Krankenkasse die Grundversorgung (Krankenhausbett und ärztliche Behandlung) übernimmt. Allerdings richtet sich die Beitragshöhe für die Private Krankenversicherung nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Antragstellers. Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse ist hingegen einkommensabhängig, wobei sogar Familienangehörige ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert sind.

Heinz Wiedow
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