Was ändert sich in der Riester Rente?


Die Riester Rente wird nahezu jährlich geändert. Auch ab dem Jahr 2008 stehen wieder einige Veränderungen ins Haus. Riester, der seit 2002 nicht mehr im Amt ist, hat darauf keinen Einfluss mehr. So schlagen die beiden SPD-Abgeordneten Müntefering und Steinbrück als Bundesminister die Einführung eines so genannten Kopfgeldes vor.

Diese Summe von 100 Euro sollen junge Berufsanfänger unter 21 Jahre erhalten, die sich für die Riesterrente entscheiden. Durch diesen Bonus werden natürlich alle anderen Berufsanfänger, die das 21. Lebensjahr vollendet haben benachteiligt, da sie dieses Geld nicht erhalten. Wer sich also nach der schulischen Ausbildung gegen eine Ausbildung und für ein Studium entscheidet und somit erst nach dessen Vollendung erstmalig einer sozialversicherungspflichtigen Berufstätigkeit nachgeht, hat keinen Anspruch mehr auf den Zuschuss von 100 Euro bei der Riester Rente. Ab 2008 ändert sich auch die Zulage für Kinder. Derzeit beträgt die Zulage für Kinder jährlich 185 Euro. Für den ab 2008 geborenen Nachwuchs hingegen soll die Riester-Zulage auf 300 Euro erhöht werden. Zunächst schein dies ein Vorteil zu sein, doch bedenkt man, dass ab 2007 das Kindergeld nur noch bis zum 25. Lebensjahr bezahlt wird, das heißt zwei Jähre weniger als bisher, wird faktisch für bereits vorhandene Kinder die Riester-Förderung im Rahmen der Riesterrente gekürzt.

Für einen 20-jährigen Angestellten mit einem Lohn von 35.000 Euro, der mit seiner Haufrau verheiratet ist und das Kind erst im Jahre 2008 geboren wird, bedeutet es folgende Veränderung. Bisher muss er monatlich 57 Euro bezahlen. Durch die Änderungen wäre es 2008 noch knapp 35 Euro.

Elke Lohre
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