Haarausfall – ein Problem mehrere Lösungsansätze
Haarausfall ist trotz der immensen medizinischen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten ein lösbares Problem. Ungefähr 100 Haare pro Tag zu verlieren, ist normal. Alles was weit darüber hinaus geht kann als krankhaft bezeichnet werden. Den gesteigerten Haarausfall bezeichnet man in der Fachsprache Effluvium. Tritt eine sichtbare Lichtung des Kopfhaars auf, nennt man dies Alopezie oder Alopecia.
Haarausfall ist nicht nur aus ästhetischen Gründen unschön, sondern auch aus medizinischer Sicht. Haare schützen den Kopf vor Kälte und direkter Sonneneinstrahlung. Beides sind schädliche Faktoren für den Menschen. Letzteres kann sogar das Krebsrisiko erhöhen.
Pro Jahr werden Milliarden für Produkte ausgegeben, die den Haarausfall stoppen bzw. das Wachstum des Haares sogar fördern sollen. Zu oft bleiben die Verbraucher aber enttäuscht. Zwar ist immer wieder von „Wundermitteln“ die Rede, tatsächlich aber ist in der Medizin bisher kein großer Durchbruch gelungen. Zwar wurden neuen Methoden entdeckt, die durch Genmanipulation das Wachstum der Haare fördern. Diese kommen jedoch erst in Jahrzehnten als Behandlungsmöglichkeiten in Frage. Die Langzeitresultate können zurzeit nicht eingeschätzt werden.
Wer an Haarausfall leidet, sollte auf jeden Fall einen Facharzt aufsuchen. Dieser kann in der Regel durch verschiedene Bluttests die Ursache feststellen. Ursachen können verschiedene Erkrankungen sein. Dabei spielen Erbfaktoren oder hormonelle Störungen eine große Rolle. Weitere Ursachen können Diabetes, Stoffwechselerkrankungen oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse sein.
Vom Haarausfall sind verstärkt auch junge Menschen und Frauen betroffen. Kann ein Arzt nicht helfen und ist die Erkrankung medikamentös nicht zu behandeln, kann dies auf lange Sicht zu einer „Glatze“ führen.
Eine moderne Möglichkeit, dieses Problem zu bekämpfen, bietet die Haartransplantation. Bei der Eigenhaartransplantation werden die Haarwurzel aus dem Hinterkopf mikrochirurgisch in die durch den Haarausfall betroffenen Regionen des Kopfes eingepflanzt. Diese Haare besitzen die besondere Eigenschaft, dass sie nicht angreifbar sind, wie die „alten“ Haare. Deshalb besteht im Prinzip kein Risiko diese Haare wieder zu verlieren. Weitere Informationen und Rat sollten Sie sich auf jeden Fall bei einem Fach Arzt einholen.
Jan Stoll
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