Marktplatz Börse
Die Börse ist ein "Marktplatz" an dem Aktien und Wertpapiere gehandelt werden. Spezial-Börsen handeln auch Währungen oder Waren. Die erste Börse entstand übrigens um 1530 in Antwerpen. In Augsburg wurde 1540 die erste deutsche Börse gegründet. Das Ziel ist der Handel mit den entsprechenden "Gütern", für die unter amtlicher Aufsicht - von einem Makler - ein Preis festgesetzt wird. Der Preis wird bestimmt durch Angebot und Nachfrage.
Die Aktienkäufe und -verkäufe, auch Orders genannt, übernehmen die Händler, die ihrerseits durch Aktenbesitzer und Interessenten beauftragt werden. Käufer und Verkäufer können jedoch nicht direkt die Händler beauftragen, sondern geben ihre Orders über ihre Hausbank weiter, die meist auch das Depot - ein Konto für Wertpapiere - führt. Eine Order enthält die Anzahl der Aktien oder den Betrag der Wertpapiere die geordert werden sollen und ein Preislimit. Der Börsenmakler ermittelt nun den Preis, für den beide Interessenten bereit sind, zu kaufen und zu verkaufen. Dieser Preis wird fortlaufend veröffentlicht und stellt den so genannten Wertpapier-Kurs dar.
Die unterschiedlichen Preisvorstellungen kommen aufgrund verschiedener Interessen der Käufer und Verkäufer zu Stande. Der Käufer setzt auf steigende Kurse und "steigt ein". Der Verkäufer hat entweder seit dem Kauf ein Plus erzielt und will jetzt seinen Gewinn realisieren oder er glaubt nicht mehr an eine positive Entwicklung der Aktie oder des Wertpapiers. Früher wurden Aktien in Papierform gehandelt, heute übernimmt der Computer die Preisfestsetzung und die Übertragung der Wertpapiere in die Depots. In Deutschland gibt es dafür den Xetra-Handel. Der wichtigste Handelsplatz hier ist die Börse in Frankfurt/Main.
Christian Müller
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