Risikoklassen gezielt kombinieren


Dass man beim Vermögensaufbau nicht alles auf eine Karte, sprich auf einen Wert, setzen sollte, wissen die meisten Anleger. Ebenfalls bekannt ist die Tatsache, dass es verschiedene Risikoklassen gibt. Doch wie diese Klassen im Einzelnen aussehen und welche Anlageformen zu welcher Risikoklasse gehören, ist beileibe nicht allen Anlegern geläufig.

So unterscheidet man gemeinhin fünf verschiedene Risikoklassen. Je höher die Klasse, der ein Investmentprodukt zugeordnet ist, desto höher sind sowohl Renditechance also auch Verlustwahrscheinlichkeit. Denn auch im Investmentbereich gilt der betriebswirtschaftliche Grundsatz, dass eine höhere Rendite immer mit einem höheren Risiko erkauft bzw. Anleger für Investitionen in riskantere Geschäfte immer mit einer höheren Rendite belohnt werden müssen. Je nach eigener Risikoeinstellung sollten jede Risikoklasse unterschiedlich stark gewichtet werden.

Den persönlichen Vermögensaufbau sollte man dabei immer mit Anlageformen der unteren Risikoklassen, also relativ sicheren Investments, beginnen. Dazu zählen Termingelder ebenso wie offene Immobilienfonds mit Objekten innerhalb Deutschlands oder Europas. Natürlich sind die hier erzielbaren Renditen nicht das, was manch Anleger erwartet, aber 4 bis 5 Prozent Vorsteuerrendite bilden hier die Grundlage des eigenen Depots. Auf diese sicheren Anlageformen bauen dann Investments mit höherem Risikograd auf. So sichert der Anleger einen Teil seines Geldes durch entsprechende festverzinsliche Investments gegen Totalverluste ab, nutzt aber mit den Anlageformen höherer Risikoklassen parallel die Renditechancen der Kapitalmärkte voll aus. Bei einer derartigen Strukturierung kann der eigene Vermögensaufbau in der langfristigen Betrachtung je nach persönlichem Profil mit Zielrenditen von 6 bis 10 Prozent pro Jahr aufwarten.

Das ganze hängt zum einen von beeinflussbaren Faktoren wie der Zusammensetzung des Depots oder der Auswahl geeigneter Investments und zum anderen von nicht beeinflussbaren Faktoren wie der Weltwirtschaft oder etwa kriegerischen Auseinandersetzungen ab. Allerdings hat ein Portfolio, welches gezielt Anlageformen verschiedener Risikoklassen kombiniert, den Vorteil einer stabileren Wertentwicklung gegenüber einem planlosen Vermögensaufbau und kann auch helfen, das Gesamtrisiko von Kursverlusten innerhalb des Depots zu minimieren. Aus diesem Grund sollte die Kenntnis der verschiedenen Risikoklassen sowie das Wissen um ihre richtige Kombination zu den Grundlagen jedes Investors aber auch Sparers gehören.

Daniel Franke
daniel_franke [ at ] web [ dot ] de

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