Social Sponsoring – Fluch oder Segen?
Die Bereitstellung von Mitteln, Geld oder Dienstleistungen durch Firmen zur Förderung der Sozialen Arbeit wird Social Sponsoring genannt. Im Gegensatz zur Spende oder zum Mäzentum, werden Gegenleistungen für die eingebrachten Leistungen erwartet.
Mit dem Rückgang der sozialen Leistungen durch staatliche Förderungen übernehmen immer mehr Unternehmen Aufgaben, die vorher durch die staatliche Förderungen abgedeckt wurden. Die Firmen profitieren auf verschiedene Weise von ihrem Einsatz. Neben einem Imagegewinn kann auch die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen gestärkt werden, wenn dieses nicht nur als reines auf Profit ausgerichtetes Wirtschaftsunternehmen sondern auch als Firma, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist, angesehen wird. Der Werbeeffekt für das Unternehmen ist ein eher indirekter, in dem entweder in der Presse oder anderen Medien über die Leistungen des Unternehmens berichtet wird oder Nutzer der geförderten Institutionen direkt mit den bereitgestellten Leistungen in Kontakt kommen.
Bei der Auswahl der geförderten Institutionen, Einrichtungen oder Veranstaltungen sollte ein direkter Bezug zu den Produkten oder Leistungen des Unternehmens vorhanden sein, um die Glaubwürdigkeit des Engagements nicht zu gefährden. So ist z.B. ein Engagement eines Lieferanten von Tiernahrung bei einer Tierhilfeorganisation eine ideale Kombination.
Social Sponsoring kann für beide Parteien ein Gewinn sein, wenn man sich über die zu erbringen Leistungen, die Art und Weise und Dauer genau abstimmt, so dass ein Rahmen geschaffen wird, in welchem ein effektives Agieren möglich ist.
Kai Schmid
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