Typische Businessplan-Fehler


Anleitungen, Bücher, Software, Leitfäden und vieles mehr gibt es zum Thema Businessplan. Nichtsdestotrotz taucht in manchem Businessplan immer wieder der eine oder andere Fehler auf, der weit verbreitet ist. Es lohnt sich, sich vorher über die Erstellung eines Businessplanes zu informieren. Schließlich kommt der Businessplan, wenn er beispielsweise bei einer Bank oder bei Investoren vorgelegt wird, einer Bewerbung gleich. So wie für die Bewerbung bestimmte Regeln gelten, ist dies auch im Businessplan der Fall.

Ein typischer Fehler bei der Vorlage von Businessplänen ist der Umfang des Dokumentes. Wer sich intensiv mit seiner Planung auseinander setzt, kommt leicht auf dreißig Seiten oder in manchen Fällen sogar noch mehr. Für die eigene Verwendung ist das in Ordnung, aber in keinem Falle ist dies für die Herausgabe an ein Kreditinstitut oder für andere Organisationen geeignet. Ein guter Businessplan umfasst im allgemeinen nicht mehr als fünfzehn bis zwanzig Seiten. Diese müssen dann "Information pur" liefern. Es gibt keinen Platz für doppelte Anmerkungen an verschiedenen Stellen und überflüssige Füllworte müssen heraus genommen werden.

Ein weitere typischer Fehler in einem Businessplan ist eine Markteinschätzung ohne Verweis auf die zugrunde liegenden Daten. Hier muss unbedingt mit Daten von Organisationen geplant werden, die einen entsprechenden Ruf genießen. Beziehen Sie sich in Ihrem Businessplan auf bekannte Marktforschungsinstitute, auf statistische Landes- oder Bundesämter. Nehmen Sie niemals eine Markteinschätzung "auf eigene Faust vor" und nennen Sie Ihre Quellen klar und deutlich.

Häufig findet sich in einem Businessplan auch eine inakzeptable Art und Weise des Schreibens. Wer mit Werbetexten und Worten wie "schönste", "schnellste", "größte" und "beste" aufwartet, der wird mit einem solchen Businessplan Schwierigkeiten bekommen. Sachlichkeit ist gefragt; eine ehrliche Einschätzung der Lage und auch der Risiken.

Ein weiterer Kardinalfehler im Businessplan ist ein zu starker Schwerpunkt auf den Finanzdaten. Für eine Bank oder Investoren zählen neben den Finanzdaten auch weiche Faktoren. Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeiten und Erfahrungen des Gründers. Weiterhin wird in beschreibenden Texten im Businessplan häufig vergessen, dass hier die Grundsteine für die Finanzplanung gelegt werden. Wer sich also über einen Standort auslässt, der muss an dieser Stelle auch Kosten nennen, die sich dann in der Finanzplanung wieder finden.

Beachten Sie diese Tipps, arbeiten Sie sich in das Thema "Businessplan" gut ein und lassen Sie Ihre Unterlagen durch einen Experten prüfen. Dann rücken Sie dem Erfolg, den Sie mit Ihrem Businessplan erreichen wollen, ein großes Stück näher.

Andrea Claudia Delp
adelp [ at ] amaveo [ dot ] de

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