Erdwärme – was man heute schon nutzen kann


Das Thema erneuerbare Energie ist im höchsten Maße spannend, gilt es doch echte Alternativen für Öl und Gas zu finden. Mit der Erdwärme wurde eine solche Alternative gefunden. Die Erdwärme steht uns jederzeit und immer zur Verfügung – sie regeneriert sich im Sommer durch die Sonnenstrahlung.

Funktionsprinzip Erdwärmeförderung
In der Regel wird eine Sonde in die Erde eingelassen, egal ob flach oder tief. In dieser Sonde fließt eine Trägerflüssigkeit, die die Wärme aus dem Boden aufnimmt und im Haus über einen Wärmetauscher an das Brauchwasser abgibt. Das System kennen wir vom Kühlschrank, nur hier ist es umgekehrt.

Möglichkeiten der Gewinnung von Erdwärme
Die erste Möglichkeit wären Flachsonden, die horizontal ca. 1- 1,50 m in der Erde eingelassen werden. Da die Erde in einem Meter Tiefe nicht sehr warm ist, muss das durch eine größere Fläche ausgeglichen werden. Das hat den Nachteil, dass diese Methode für bestehende Grundstücke eigentlich fast nicht geeignet ist, da erstens der gesamte Garten umgegraben werden muss oder zweitens der Platz überhaupt nicht ausreicht.

Deshalb sollte man Variante 2 "Tiefenbohrung" vorziehen. Hierbei wird die Sonde vertikal in ein tiefes Loch (mehrere Meter) eingelassen. Der Platzbedarf ist praktisch bei Null. Die Tiefenbohrung ist im Moment noch recht teuer, aber sehr wirkungsvoll. So erzielen moderne Anlagen eine Leistung von 1:5. Das bedeutet, dass aus einem Kilowatt Energie (Pumpenstrom) ganze 4-5 Kilowatt gewonnen werden können, was einem Wirkungsgrad von mind. 400% entspricht. Moderne Gasheizungen haben einen Wirkungsgrad von gerade mal 90-95%.

Die dritte und beste Methode, die Erdwärme zu fördern, ist über das Grundwasser. Dabei ist das Grundwasser natürlich auch gleichzeitig die Trägerflüssigkeit. Es werden auf einem Grundstück zwei Brunnen gebohrt. Aus dem ersten Brunnen wird das relativ warme Wasser (10-12 Grad) angesaugt. Dann wird nach und nach über einen Wärmetauscher die Wärme an das Brauchwasser abgegeben. Das kalte Wasser wird dann über den zweiten Brunnen wieder dem Grundwasser hinzugefügt. Deshalb ist es notwenig, dass beide Brunnen einen großen Abstand zueinander haben. Die Leistung dieser Methode liegt am höchsten mit 1:5. Auch sind die Brunnenbohrungen bedeutend billiger als bei einer Tiefenbohrung.

Egal für welche Methode Sie sich letztendlich entscheiden, Fakt ist, dass Sie bares Geld sparen und dazu noch ökologisch heizen.

Enrico Wnendt
acell [ at ] gmx [ dot ] de

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