Künstliche Diamanten
Der Diamant ist eine Modifikation des Kohlenstoffs. Diamanten werden sowohl in der Industrie als auch bei der Schmuckherstellung verwendet. Schmuck welches mit Diamanten besetzt ist, ist besonders wertvoll und teuer. Da aber in der Natur nicht viele reine Diamanten vorzufinden sind und man natürliche Diamanten nicht in der Industrie verschwenden will, versuchten einige Unternehmen künstliche Diamanten herzustellen.
Um künstlich Diamanten aus Kohlenstoff herzustellen braucht man vor allen zwei Faktoren: hohe Temperatur und extrem viel Druck. Der Druck muss eine Stärke von mindestens 55 Kilobar erreichen. Diesem entspricht eine Gesteinschicht von ca. 140 Kilometern. Die Temperatur muss eine Höhe von 1500 Grad erreichen um aus Graphit künstlich diamanten herzustellen. Zu diesem Zweck wurden riesige hydraulische Pressen gebaut.
Die gleiche Technik kommt auch bei der Herstellung von Präzisionswerkzeugen in Einsatz. Erstmals gelang es in den 50er Jahren Diamanten Künstliche herzustellen. Mit dieser Technik kann man nur kleinere Diamanten herstellen. Für die Schmuckindustrie sind jedoch größere Steine von Interesse. Zurzeit gibt es einige Unternehmen – vor allem in den Vereinigten Staaten – die in der Lage sind größere Steine herzustellen. Folgende Schmuckstücke wurden bereits mit künstlichen Diamanten besetzt: Diamantring, Diamantarmband und Diamantohrstecker.
Die Preise sind um etwa zwei drittel niedriger als bei den echten Steinen. Die Konsumenten akzeptieren zurzeit noch nicht Schmuckstücke mit künstlichen Diamanten. Herstellungsverfahren werden jedoch immer besser und es gibt schon einige Exemplare, welche man nicht von natürlichen Diamanten unterscheiden kann.
Mareike Bauer
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