Was ist eine Odorierungskontrolle?
Ein wichtiges Mittel zur Sicherheit ist die richtige Odorierung von Gasen. Diese bewirkt, dass das Gas einen bestimmten Geruch annimmt und so Lecks zügig erkannt werden können. Dafür wurde in den meisten Ländern eine Mindestkonzentration des zugesetzten Mittels vorgegeben. Eine Überdosierung ist aber auch nicht ohne Nachteile. Zum Testen, ob die richtige Konzentration der Odorierungsmittel vorhanden ist, wurde die Odorierungs-Kontrolle eingeführt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten der Messmethode, der -stellen und der Messhäufigkeit. Es sind allerdings genaue Kenntnisse über die verschiedenen eingesetzten Methoden nötig, um zuverlässige Ergebnisse liefern zu können.
Erdgas hat üblicherweise keinen oder nur einen sehr schwachen Geruch. Dies ist auch noch so, wenn es vom Vorlieferanten kommt. Der Hauptbestandteil Methan ist geruchlos. Sind allerdings Begleitstoffe vorhanden, wie zum Beispiel Schwefel, hat auch noch nicht odoriertes Gas einen leichten Eigengeruch. Doch Erdgas ist ein Naturprodukt uns so schwanken die Konzentrationen der einzelnen Bestandteile. Daher riecht natürliches Erdgas immer unterschiedlich. Wie oben schon erwähnt ist ein typischer, unverkennbarer Geruch aber notwendig, um Lecks zu erkennen und so die Sicherheit zu gewährleisten. Kommt es zu einem unbeabsichtigten Gasaustritt, würde der Fehler sonst zu spät oder gar nicht bemerkt werden, was ein sehr hohes Sicherheitsrisiko darstellen würde. Um also einen typischen Erdgasgeruch zu erreichen, wird es odoriert.
Für die Odorierungskontrolle nun gibt es spezielle Geräte. Unter anderem werden dafür Chromatographen eingesetzt, die den Odorierungsgehalt messen. Das komplette System ist in einem Servicefahrzeug eingebaut und empfängt die detektierten Signale. Diese werden über einen Drucker aufgezeichnet und außerdem digital gespeichert. Das Dokument kann dann ausgedruckt werden. Anschließend erfolgt die Kontrolle jedes einzelnen Messpunktes nach DIN 51855/7. Stellt sich dabei heraus, dass die Konzentration des Odorierungsmittels zu niedrig ist, wird es erneut in die Leitungen geleitet. Das geschieht möglichst weit vom eigentlichen Versorgungsort entfernt, vor allem, wenn es sich um Haushaltsinstallationen handelt, um Geruchsbelästigungen zu vermeiden.
Christian Müller
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